Montag, 13. März 2017

Sozialbehörde Männedorf unterstützt die Integration

Ein Leserbriefschreiber aus Männedorf holte vor einigen Tagen in der Zürichsee-Zeitung mit dem verbalen Zweihänder zum Rundumschlag gegen Asylbewerber aus. Als für diese Leute verantwortliches Mitglied der Sozialbehörde Männedorf schrieb Etienne Ruedin, CVP-Vertreter in der Sozialbehörde Männedorf folgende Replik:

Zumindest in Männedorf besuchen alle Asylbewerber einen Deutschkurs, die Schule oder eine Spielgruppe mit Sprachförderung (Spielgruppe plus). Über die Fortschritte kann sich Herr Weilemann - und natürlich auch sonst jedermann - gerne selbst ein Bild machen, jeweils freitags im Café international, wo sich Einheimische und Zugezogene, darunter auch eine ganze Reihe Flüchtlinge, treffen und sich gerne über weitere interessante Gesprächspartner freuen - auf Deutsch selbstverständlich.

Viele Asylsuchende haben nicht die geschilderte Anspruchshaltung. Im Gegenteil: Den von der Schule gestellten Schülertransport haben mehrere Familien abgelehnt und ihre Kinder zu Fuss nach Uetikon in die Deutschklasse geschickt. Was sie möchten, ist arbeiten.  Das ist mit zunächst noch geringen Deutschkenntnissen, hier nicht anerkannten Diplomen, obrigkeitlichen Hürden und vor allem dem Ausweis F (vorläufig Aufgenommene) leider fast aussichtslos. Da nur anfänglich der Gemeinde die Kosten vom Kanton erstattet werden, schauen wir in der Sozialbehörde sehr wohl darauf, dass aus den Flüchtlingen so schnell wie möglich wirtschaftlich selbständige Leute werden. Dies bedingt jedoch neben einem grossen Einsatz auf Seiten der Migranten auch hilfsbereite und offene Hiesige, etwa als Vermieter oder Arbeitgeber, denn nur wer auch eine Chance geboten bekommt, kann sie auch packen.

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